Schnellstart

Vom ersten Flug zum ersten Modell

Die Qualität entscheidet sich beim Fliegen, nicht erst am Rechner. Diese Anleitung führt dich durch dein erstes Projekt und warnt dich vor den häufigsten Fehlern.

airclip-cloud.com/de/wissen/schnellstart, Stand Oktober 2026

  1. 1Drohne wählen
  2. 2Vorbereiten
  3. 3Fliegen
  4. 4Prüfen & Hochladen
  5. 5Messen & Exportieren

Die wichtigsten Flugmethoden gibt es unten auch als PDF für unterwegs.

Welche Drohne hast du?

Davon hängt ab, mit welcher App du fliegst. Darunter siehst du dann nur noch deinen Weg.

Welche Flugmuster dein Modell automatisch fliegt, zeigt die Übersicht. Welche Drohne kann was?

Diese Fassung gilt für Drohnen mit der App DJI Fly: DJI Mini, Air und Mavic ohne Enterprise. Für Mavic 3 Enterprise, Matrice 4, Matrice 350 RTK und Matrice 400 gibt es eine eigene Fassung mit DJI Pilot 2.

Diese Fassung gilt für Drohnen mit der App DJI Pilot 2: Mavic 3 Enterprise, Matrice 4, Matrice 350 RTK und Matrice 400. Für Mini, Air und Mavic gibt es eine eigene Fassung mit DJI Fly.

Vorbereiten

Einmalig, vor dem ersten Flug

  • Haftpflichtversicherung für die Drohne abschließen. Sie ist für jede Drohne Pflicht, auch für die kleinste.
  • Als Betreiber registrieren, einmal beim Luftfahrt-Bundesamt. Die e-ID klebst du auf die Drohne.
  • Den passenden Nachweis machen. Welcher das ist, hängt an der C-Klasse deiner Drohne: keiner, A1/A3 oder A2.

Drohnenrecht für Einsteiger

Vor jedem Flug

  • Geozonen prüfen in der Karte auf dipul.de. Fliegst du über ein Wohngrundstück, brauchst du die Zustimmung des Eigentümers.
  • Licht: hell, am besten leicht bedeckt. Kein Regen, keine Dämmerung. Blechdächer spiegeln in praller Sonne.
  • Akku voll, Speicherkarte mit Platz. Rund 150 Fotos sind schnell knapp 2 GB.
  • Einmal ums Objekt schauen: Bäume, Leitungen, Nachbarhäuser. Daraus ergibt sich, wie hoch du mindestens fliegen musst.
  • Kamera auf JPEG, Format 4:3. Bietet deine Drohne mehrere Auflösungen an wie die Mini 5 Pro, nimm 12 MP.
  • Internet an der Fernsteuerung, zum Beispiel über den Hotspot deines Telefons. Ohne lädt weder die Satellitenkarte noch RTK.
  • RTK-Zugang eingetragen, etwa SAPOS. Bei der NTRIP-Adresse nur den Hostnamen, ohne http und ohne IP. So richtest du RTK ein.

Fliegen

Vier Regeln für jede Methode

  1. Jedes Foto zeigt das ganze Gebäude. Was die Drohne nicht sieht, fehlt im Modell.
  2. Fotos, kein Video. Ein Video hilft der Berechnung nicht.
  3. Lieber ein paar Fotos zu viel als zu wenig. Fehlende Bilder ersetzt nur ein neuer Flug.
  4. Langsam fliegen, und den Kreis etwas über den Startpunkt hinaus schließen.

Für ein Haus bis etwa 2.000 m² Grundfläche reicht ein Kreis. Für größere Gebäude und Gelände ist die Gebietsroute da, und genau wird sie nur mit RTK. Mehrere Kreise nebeneinander sind riskant: zwischen ihnen fehlen schnell Bilder.

DJI Fly Mini, Air, Mavic

Drei Wege führen zum selben Ergebnis. Point of Interest und Hyperlapse fliegen den Kreis automatisch; hat deine Drohne beides nicht, fliegst du ihn von Hand.

Point of Interest mit Intervallfoto

Feldanleitung als PDF
Kamera
JPEG, 4:3, 12 MP
Blick aufs Dach
etwa 45°
Faustwert
oft rund 10 m über Dach, 10 m Abstand
Fotointervall
2 s, langsam fliegen
Fotos
Einfamilienhaus etwa 50–150
  1. Kamera einstellen und Gebäude einrahmen

    Unten rechts JPEG wählen, Bildformat 4:3 und, wenn deine Drohne die Wahl anbietet, 12 MP.

    Dann so hoch steigen und so weit wegfliegen, dass du in etwa 45° aufs Dach schaust und das ganze Gebäude im Bild ist, über allen Bäumen und Nachbarhäusern. Oft sind das rund 10 m über dem Dach und 10 m Abstand; maßgeblich ist der Bildausschnitt.

    DJI Fly über einem Dach, Kameraeinstellungen: Bildformat 4:3 und Auflösung 12 MP sind gewählt.
    Video bei 1:20
  2. Ziel markieren und Point of Interest starten

    Zieh auf dem Bildschirm einen Rahmen um die Gebäudemitte. Flieg kurz zur Seite: Bleibt der Rahmen auf dem Haus, sitzt das Ziel.

    Dann unten POI wählen und den Regler nur ein Stück zur Seite schieben, damit die Drohne langsam kreist.

    DJI Fly im Point-of-Interest-Modus: grüner Rahmen auf dem Dach, darunter der Regler mit der Anzeige „Langsam“.
    Video bei 2:41
  3. Intervallfoto starten

    Rechts über dem Auslöser Foto → Intervall → 2 s wählen und die Aufnahme starten. Bei vielen kleinen Drohnen sind 2 Sekunden das Minimum.

    DJI Fly, Fotomodus-Menü mit „Intervall“ und der Auswahl 2 s.
    Video bei 3:20
  4. Einen vollen Kreis fliegen, und ein Stück weiter

    Die Drohne kreist allein. Du achtest darauf, dass das ganze Gebäude im Bild bleibt, und korrigierst mit den Sticks Kamerawinkel, Höhe oder Abstand. Das ist ausdrücklich in Ordnung, der Kreis muss nicht perfekt sein.

    Nach dem vollen Kreis noch ein paar Fotos weiter, damit sich Anfang und Ende überlappen. Dann Intervall und POI stoppen und landen.

Darauf achten

  • Das ganze Gebäude im Bild, auch Giebel und Anbau. Sonst im Flug etwas weiter weg oder höher.
  • Gemütlich fliegen. Den Regler nur wenig auslenken, dann überlappen sich die Fotos gut.
  • Den Kreis schließen, am besten ein Stück über den Startpunkt hinaus.
Im Video ansehen ab 1:20

Hyperlapse, kreisend

Modus
Hyperlapse → Kreisen
Intervall
2 s
Länge
3–4 s
Tempo
höchstens etwa 1 m/s
Originalfotos
JPEG, unbedingt an
  1. Position suchen

    Wie beim Point of Interest: etwa 45° aufs Dach, das ganze Gebäude im Bild, sicher über allen Hindernissen.

  2. Hyperlapse „Kreisen“ wählen

    Rechts im Aufnahmemenü Hyperlapse und dann Kreisen. Nicht „Frei“: dann müsstest du selbst steuern.

    DJI Fly, Aufnahmemenü: Hyperlapse mit den Modi Frei, Kreisen und Kursverriegelung, Kreisen ist markiert.
    Video bei 2:55
  3. Einstellen

    Intervall 2 s, Länge 3 bis 4 s, Geschwindigkeit höchstens etwa 1 m/s. Die Drehrichtung ist egal.

    DJI Fly, Hyperlapse-Einstellungen: Intervall 2 s, Länge, Geschwindigkeit und Drehrichtung.
    Video bei 3:06
  4. Originalfotos einschalten

    Ganz unten in den Einstellungen Original → JPEG. Steht dort „Off“, speichert die Drohne nur das fertige Video, und daraus lässt sich kein Modell rechnen. Das ist der häufigste Fehler mit dieser Methode.

    DJI Fly, Hyperlapse-Einstellungen: Zeile „Original“ mit Off, JPEG und RAW, JPEG ist gewählt.
    Video bei 3:48
  5. Motiv wählen und auslösen

    Rahmen um die Gebäudemitte ziehen. Meldet die App „Identifizierung fehlgeschlagen“, wähl einfach noch einmal aus. Die App zeigt dann, wie viele Einzelbilder es werden, für ein Einfamilienhaus etwa 75. Auslöser drücken.

    DJI Fly mit der Meldung „Identifizierung des Motivs fehlgeschlagen. Bitte erneut auswählen“.
    Video bei 4:22
  6. Im Flug korrigieren

    Die Drohne fliegt etwas mehr als einen vollen Kreis. Kommt ein Baum ins Bild, korrigierst du die Höhe mit dem linken Stick. Danach baut sie das Video, du fliegst von Hand zurück.

Darauf achten

  • Originalfotos auf JPEG. Vor dem Start einmal nachsehen, dann hast du die Einzelbilder und nicht nur ein Video.
  • „Kreisen“ wählen, nicht „Frei“. Dann fliegt die Drohne den Kreis von selbst.
Im Video ansehen ab 2:52

Kreis von Hand

Für
Drohnen ohne POI und Hyperlapse
Flugmodus
Cine (langsam)
Fotointervall
2 s
Fotos
etwa 50–80
  1. Position und Modus

    Etwa 45° aufs Dach, über allen Hindernissen. In den langsamen Cine-Modus schalten und rechts Timed Shot / Intervall 2 s wählen.

    DJI Fly, Hinweis „Cine mode (slow speed)“ und das Fotomenü mit Timed Shot.
    Video bei 1:14
  2. Kreisen

    Intervall starten. Den rechten Stick zur Seite drücken und mit dem linken Stick drehen, sodass das Gebäude in der Bildmitte bleibt. Die Höhe darfst du dabei anpassen.

    DJI Fly im Flug um ein Haus, unten links die Karte mit der Kreisbahn.
    Video bei 1:45
  3. Abschließen

    Nach einem vollen Kreis das Intervall ausschalten, in der Galerie kurz durchsehen und landen. Das Ergebnis ist dasselbe wie mit dem automatischen Kreis.

Darauf achten

  • Zwischendurch auf die Drohne schauen, nicht nur aufs Display. Viele kleine Drohnen erkennen Hindernisse nur vorn und hinten, nicht zur Seite.
Im Video ansehen ab 0:33

DJI Pilot 2 Mavic 3 Enterprise, Matrice 4, 350 RTK, 400

Für ein Haus fliegst du wie mit kleinen Drohnen einen Kreis. Größere Gebäude und Gelände plant die Gebietsroute, und die fliegt dann allein. Mit einer Matrice 4E, 4D oder 400 mit Zenmuse P1 erfasst Smart 3D Capture ein einzelnes Gebäude aus wenigen Metern Abstand, um ein Vielfaches genauer.

Haus: Point of Interest

Für
Gebäude bis etwa 2.000 m²
Blick aufs Dach
etwa 45°
Zeitgesteuerte Aufnahme
1 s
Fotos
Einfamilienhaus etwa 90–100
  1. Mittelpunkt setzen

    In der Luft grob aufs Haus ausrichten und unten links in die Kartenansicht wechseln. Hineinzoomen, bis das Fadenkreuz auf der Hausmitte steht, und oben links das Rauten-Symbol antippen.

    DJI Pilot 2, Kartenansicht: die Raute markiert die Hausmitte, daneben die Koordinaten des Punkts.
    Video bei 0:48
  2. Point of Interest starten

    Darunter das Kreis-Symbol wählen, die Kamera richtet sich auf den Punkt aus. Den rechten Stick zur Seite drücken, bis das Tempo passt, und mit C1 festhalten.

    DJI Pilot 2 mit der Meldung „POI aktiviert“, die Kamera zeigt auf das Dach.
    Video bei 0:56
  3. Zeitgesteuerte Aufnahme

    Rechts die zeitgesteuerte Aufnahme mit 1 s wählen und starten. Im Flug nachführen: etwas näher, höher oder gedreht, bis du das Dach von allen Seiten schräg im Bild hast.

    DJI Pilot 2 im POI-Flug, rechts das Symbol der zeitgesteuerten Aufnahme mit 1 s.
    Video bei 1:20
  4. Beenden

    Nach dem vollen Kreis rechts die Bildserie stoppen, links über das gelbe Symbol den POI beenden und von Hand zum Landeplatz fliegen.

Darauf achten

  • Auch auf die Drohne schauen, nicht nur aufs Display. Das lohnt sich selbst mit Rundum-Sensoren.
  • Für große Gebäude die Gebietsroute. Bis etwa 2.000 m² reicht ein Kreis, darüber plant die Route besser.
Im Video ansehen ab 0:31

Großes Gebäude oder Gelände: Gebietsroute

Feldanleitung als PDF
Aufnahme
Oblique Collection
Kamera
20–30° aus der Senkrechten
Flughöhe
z. B. 40 m (≈ 1 cm/Pixel)
Überlappung
seitlich 70 %, vorne 80 %
RTK
Fix vor dem Start
  1. Route anlegen

    Links Flugroute, oben rechts + → Route erstellen → Gebietsroute. Hast du das Gebiet als KML, kannst du es stattdessen importieren.

    DJI Pilot 2, Auswahl der Routentypen: Wegpunktroute, Patrouillenroute, Gebietsroute, Lineare Route, Route mit Gefälle, Geometrische Route, Smart 3D Capture.
    Video bei 5:00
  2. Gebiet einzeichnen

    Die Karte auf Satellit stellen und das Gebiet Punkt für Punkt antippen. Zeichne es etwa 5 m größer als das Objekt: Satellitenkarten liegen manchmal ein paar Meter daneben. Bestätigen, Namen vergeben, Drohne und Kamera prüfen.

    DJI Pilot 2, Satellitenkarte mit dem Hinweis „Zum Zeichnen eines Kartierungsbereichs auf die Karte tippen“.
    Video bei 5:54
  3. Schrägbilder einstellen

    Oblique Collection wählen, nur so kommen die Fassaden aufs Bild. Mit Smart Oblique fliegt die Drohne alle Blickrichtungen in einem Durchgang; ohne fliegt sie Einzelrouten und dafür weniger über Nachbargrundstücke.

    Die Kamera steht 20 bis 30° aus der Senkrechten, für Fassaden 45°. Mit Smart Oblique trägst du das direkt als Gimbal-Winkel ein. Ohne heißt das Feld Gimbal-Neigung und zählt von der Waagerechten: dort sind es −60 bis −70°, für Fassaden −45° wie im Bild.

    DJI Pilot 2, Routeneinstellungen: Oblique Collection, Ortho-GSD 1,00 cm/Pixel, Schräg-GSD 1,41, Smart Oblique aus, Gimbal-Neigung −45°.
    Video bei 11:48
  4. Höhe, Richtung und Ende festlegen

    Höhenmodus relativ zum Startpunkt; steigt das Gelände an, besser Geländefolge mit Höhenmodell (DSM). Die Flughöhe bestimmt die Auflösung: 40 m ergeben etwa 1 cm pro Pixel. Nahe einem Flughafen bleibst du unter 50 m.

    Die sichere Startflughöhe über das höchste Hindernis legen. Den Kurswinkel setzt die App meist schon passend. Aktion beenden: Rückkehrfunktion, dann landet die Drohne von allein.

    DJI Pilot 2, Route mit Höhenfarben, rechts sichere Startflughöhe 30 m, Geschwindigkeit, Kurswinkel 186° und Aktion beenden: Rückkehrfunktion.
    Video bei 17:34
  5. Überlappung und Startpunkt

    In den erweiterten Einstellungen die Überlappung seitlich 70 %, vorne 80 %; bei gleichförmigen Flächen wie Wiesen oder Solarparks 80 bis 90 %. Weniger nicht, sonst setzen sich die Bilder nicht zusammen. Den Routenstartpunkt an die entfernteste Ecke legen, damit die Drohne zu dir zurückfliegt, und die Hindernisumgehung einschalten.

    DJI Pilot 2, erweiterte Einstellungen: seitliche Überlappung 70, nach vorne 80, Routenstartpunkt, Startgeschwindigkeit.
    Video bei 19:00
  6. Plan prüfen und speichern

    Grenze, Startpunkt und Bahnen ansehen, dann speichern. Oben stehen Fläche, Strecke, Flugzeit und Fotozahl: Reichen Akku und Speicherkarte? Im Beispiel sind es 4,7 ha, 21 Minuten und rund 1.800 Fotos.

    DJI Pilot 2, fertige Gebietsroute über dem Gelände, oben 47.046 m², 1,08 cm/Pixel, 5,11 km, 21 Minuten und 1.835 Fotos.
    Video bei 23:25
  7. Vorflug-Check, dann starten

    Mit Play öffnet sich der Vorflug-Check. RTK muss verbunden sein und einen Fix haben, der Speicher muss reichen. Die Rückkehrhöhe liegt über dem höchsten Punkt der Route, die maximale Flughöhe passt zum Ort. Bei Signalverlust: Rückkehrfunktion, nicht Landen. Warnungen klären, Mission hochladen, starten und die Drohne im Blick behalten.

    DJI Pilot 2, Vorflug-Check: RTK verbunden, minimale Rückkehrhöhe 40 m, maximale Flughöhe 50 m, Signalverlust-Maßnahme Rückkehrfunktion, Hindernissensoren und Akkuwarnung.
    Video bei 26:21

Darauf achten

  • Mit RTK Fix fliegen. Dann liegt auch ein großes Objekt auf wenige Zentimeter genau; ohne können es 20 bis 30 cm werden.
  • Oblique wählen, wenn Gebäude dabei sind. Nur schräge Fotos zeigen die Fassaden.
  • Den Gimbal-Wert im richtigen Feld eintragen. 25 bei Smart Oblique ist etwas anderes als −25 ohne.
  • Die Startflughöhe über das höchste Hindernis legen, auch über die Bäume am Startplatz.
Im Video ansehen ab 4:17

Einzelnes Gebäude, sehr genau: Smart 3D Capture

Feldanleitung als PDF
Drohnen
Matrice 4E, 4D, 400 mit Zenmuse P1
Ablauf
Kartierungsflug, dann Detailflug
Abstand zum Objekt
3–5 m
Fotos
sehr viele, etwa 1.250–1.600
RTK
Fix zwingend
  1. Kartierungsflug planen

    Zuerst entsteht ein grobes Modell, an dem die App später die nahe Route plant. Dafür + → Route erstellen → Gebietsroute, das Gebiet grob um das Gebäude ziehen, Drohne und Kamera bestätigen.

    Oblique Collection wählen und Lokale Kartierung einschalten. Zeigt die Karte keine Route, ist die Flughöhe zu hoch: im Video sind es 65 m, sicher über allen Hindernissen.

    DJI Pilot 2, Gebietsroute um ein Gebäude: Smart Oblique an, Gimbal-Winkel 45, Schalter „Lokale Kartierung“ noch aus, Routenflughöhe 65 m.
    Video bei 2:02
  2. Gebäudehöhe eintragen, fliegen, Punktwolke rechnen

    In den erweiterten Einstellungen die seitliche Überlappung erhöhen und die Gebäudehöhe eintragen, im Beispiel 15 m. Wichtig: dabei steigt die relative Flughöhe mit. Setz sie danach wieder auf deinen Wert.

    Speichern, Checkliste öffnen: RTK Fix muss stehen, sonst geht es nicht. Fliegen, landen, und die Fernsteuerung rechnet die grobe Punktwolke.

  3. Punktwolke öffnen

    + → Route erstellen → Smart 3D Capture und die eben geflogene lokale Kartierung wählen. Die Punktwolke mit den Fingern drehen und zoomen, mit OK bestätigen.

    DJI Pilot 2, Smart 3D Capture: die grobe Punktwolke des Gebäudes in der Ansicht „Grobes Modell auswählen“, unten der Knopf OK.
    Video bei 3:54
  4. Aufnahmebereich anpassen, Route erzeugen

    Das Gebäude im Aufriss antippen und die Box auf Gebäude und Höhe ziehen; sie ist anfangs meist zu hoch. Drohne bestätigen, die App berechnet die Route.

    Dann den Abstand zum Objekt setzen, 3 bis 5 m; im Video 3 m. Die Route rechnet sich neu und weicht Büschen aus.

    DJI Pilot 2, berechnete Smart-3D-Route um die Punktwolke, rechts Bodenauflösung 0,13 cm/Pixel, Abstand 5 m, Geschwindigkeit 3,1 m/s und Aktion beenden: Rückkehrfunktion.
    Video bei 5:27
  5. Hindernisse prüfen, dann fliegen

    Die ganze Route ansehen, vor allem an Bäumen: kleine Äste fehlen in der groben Punktwolke. Liegt die Route zu nah, über Route bearbeiten → rechts die dritte Zeile „Kartierungsbereich anpassen“ die Punkte enger setzen und die neue Route noch einmal prüfen.

    Vorflug-Check mit RTK Fix, starten und die Drohne im Blick behalten: Sie fliegt in wenigen Metern Abstand an Fassade und Dach entlang.

    Das fertige Modell einer alten Mühle aus nächster Nähe: Ziegeldach, Gauben und Fassade sind bis ins Detail zu erkennen.
    Video bei 7:28

Darauf achten

  • Auf den RTK Fix warten, vor dem Kartierungsflug und vor dem Detailflug.
  • Nach der Gebäudehöhe die Flughöhe prüfen. Sie steigt beim Eintragen mit und gehört zurück auf deinen Wert.
  • Die Box eng ums Gebäude ziehen. So fliegt die Drohne nur dort, wo es etwas aufzunehmen gibt.
  • Selbst auf Bäume und Leitungen schauen. Feine Äste fehlen in der groben Punktwolke.
Im Video ansehen ab 2:02

Prüfen & Hochladen

  1. Noch vor Ort: die Fotos durchsehen

    Bevor du einpackst, blätterst du die Galerie der Drohne durch. Ist jede Seite des Gebäudes drauf? Sind die Bilder scharf und wirklich gespeichert? Passt die Zahl, beim Einfamilienhaus etwa 50 bis 150? Passt die Zahl zu der, die die App bei der Planung angezeigt hat? Was fehlt, fliegst du jetzt nach, nicht nach der Rückfahrt.

    Galerie der Drohnen-App mit den Fotos des Kreisflugs, ein Bild groß, die übrigen als Leiste darunter.
    Video bei 6:52
  2. Fotos auf den Rechner holen

    Die Drohne per USB-C anschließen und einschalten, sonst erkennt der Rechner sie nicht. Oder die Speicherkarte einstecken. Die Fotos liegen im Ordner DCIM, die Einzelbilder eines Hyperlapse unter DCIM/HYPERLAPSE. Hast du mehrmals geflogen, findest du den richtigen Ordner an der Uhrzeit.

    Windows-Explorer mit der Drohne als USB-Laufwerk, geöffnet ist DCIM/HYPERLAPSE mit mehreren Unterordnern.
  3. Projekt anlegen und alle Fotos hochladen

    Auf my.airclip.de anmelden, noch kein Konto: 1 Monat kostenlos testen. Neues Projekt, Namen eingeben, bei Projektdateien hochladen den Fotoordner öffnen und alle Fotos markieren (Strg+A, am Mac Cmd+A).

    Airclip Cloud, Formular „Neues Projekt“ mit Projektname, Feld für die Projektdateien und Karte.
    Video bei 7:42
  4. Projektgrenze und Anwendung

    Die Fotos erscheinen als Punkte auf der Karte, und die Cloud setzt die Projektgrenze selbst. Prüf, ob das ganze Gebäude darin liegt und nicht viel mehr: die Fläche bestimmt den Preis.

    Dann die Anwendung wählen: den Airclip Viewer 3D, wenn du selbst messen willst, oder deine Planungssoftware. Der Viewer ist bei jeder Software schon dabei, buch ihn nicht doppelt. Den Preis siehst du sofort darunter.

    Airclip Cloud: Kreis der Aufnahmepunkte um ein Haus, Hinweis „Die Projektgrenzen wurden erfolgreich gesetzt“, Projektfläche 903 m², darunter Anwendung Airclip Viewer 3D mit Preis.
    Video bei 8:46
  5. Hochladen und auf die E-Mail warten

    Optional ein Kommentar, etwa ob vorhandene Solarmodule aus dem Modell entfernt werden sollen (gegen Aufpreis). Das Häkchen „Manuelle Qualitätskontrolle durchführen“ verlängert die Berechnungszeit. Lass die E-Mail-Benachrichtigung an.

    Dann Projekt hochladen und das Fenster offen lassen, bis „Upload erfolgreich“ erscheint. Ist dein Modell fertig, kommt eine E-Mail mit dem Link.

    Das fertige 3D-Modell des Hauses mit Dach und Fassaden, freigestellt.
    Video bei 9:16

Was kostet mein Projekt?

Hochladen im Video ansehen ab 7:38

Messen & Exportieren

Anleitung als PDF

  1. Öffnen und bewegen

    Unter Meine Projekte dein Projekt öffnen, auf das Vorschaubild des Modells klicken und unten rechts auf Vollbild gehen.

    • Drehen: linke Maustaste halten und ziehen
    • Verschieben: rechte Maustaste halten und ziehen
    • Zoomen: Mausrad
    • Doppelklick setzt einen neuen Drehpunkt, wenn das Zoomen hakt
    • Verirrt? Unten links zurück zur Übersicht
    Airclip Viewer 3D mit einem Wohnhaus, unten die Werkzeugleiste: Auswählen, Strecke, Fläche, Rückgängig und Wiederholen.
    Video bei 1:49
  2. Strecken und Flächen messen

    Strecke: das Lineal wählen und zwei Punkte klicken. Fährst du über die Linie, siehst du die direkte, waagerechte und senkrechte Länge.

    Fläche: das Flächenwerkzeug wählen und die Eckpunkte setzen. Dann zurück auf Auswählen, hineinzoomen und die Punkte nachziehen. Angezeigt werden Fläche und Neigung, bei einem Dach also gleich die Dachneigung.

    Airclip Viewer 3D: eine Dachfläche ist orange markiert, Kantenlängen um 30 m und 8,4 m, in der Mitte 251,8 m² und 36°.
    Video bei 5:17
  3. Prüfen und korrigieren

    Dreh das Modell und sieh dir jeden Punkt von mehr als einer Seite an: Liegt er wirklich auf der Fläche? Einen Punkt ziehst du an die richtige Stelle; ziehst du ihn auf einen anderen, verschwindet er. Strg+Z macht rückgängig, das Papierkorb-Symbol oder Entf löscht, was ausgewählt ist.

    Die Neigung kommt aus einer Ebene durch alle Punkte. Liegt einer daneben, stimmt der Winkel nicht mehr. Die Genauigkeit hängt auch an der Klickarbeit.

  4. Ebene festlegen, Abzüge zeichnen

    Für die Nutzfläche eines Dachs: rechts oben das Seitenfenster öffnen, + Neue Ebene definieren und drei Punkte auf die Dachfläche setzen. Diese Ebene auswählen, dann landen alle neuen Punkte auf ihr statt auf der Modelloberfläche.

    Erst die Außenkante zeichnen, dann Fenster und Gauben auf derselben Ebene. Sie erscheinen als Negativ-Fläche, und die Gesamtfläche wird kleiner. Gleiche Formen kopierst du: auswählen, Strg+C, mit Linksklick ablegen. Ein Doppelklick auf den Namen benennt um, etwa in „Dach“ oder „Fenster“. Mit Modell zeichnest du wieder direkt auf dem 3D-Modell.

    Airclip Viewer 3D mit Seitenfenster: Ebene 1 mit Fläche 1 und vier Negativ-Flächen, auf dem Dach rot markierte Fenster, Gesamtfläche 238,8 m², unten der Knopf DXF-Datei exportieren.
    Video bei 11:49
  5. Exportieren und teilen

    Unten im Seitenfenster DXF-Datei exportieren: Linien und Flächen kommen als 3D-Elemente heraus, für jede Software, die 3D-DXF liest.

    Über teilen kopierst du den Link mit den Rechten, die der Empfänger braucht:

    Nur ansehen
    Modell drehen und ansehen, keine Messwerkzeuge.
    Messen ohne Speichern
    Messwerkzeuge da, aber nach dem Neuladen ist alles weg.
    Bearbeiten und speichern
    Messungen bleiben. Für die Arbeit im Team.

    Im eigenen Projekt speichert der Viewer von selbst: Oben muss gespeichert stehen, bevor du schließt. Das ? unten rechts zeigt alle Tasten.

Viewer-Tutorial ansehen ab 0:10

Ausführliche Anleitung zum Viewer

Dateien für deine Planungssoftware

Hast du beim Hochladen eine Planungssoftware gewählt, lädst du die passenden Dateien im Projekt herunter. Den Viewer gibt es immer dazu.

Import-Tutorials für PV*SOL, AutoCAD und mehr

Häufige Fragen zum ersten Projekt

Mein Modell hat eine Lücke. Was kann ich tun?
An dieser Stelle gab es zu wenige Fotos: ein Teil war nicht im Bild, der Kreis nicht ganz geschlossen, die Drohne etwas schnell oder das Licht schwach. Ein kurzer zweiter Flug über diese Stelle schließt die Lücke. Am einfachsten fällt es dir vor Ort auf, beim Blick in die Galerie.
Im Hyperlapse-Ordner ist nur ein Video. Was nun?
Dann waren die Originalfotos ausgeschaltet. In den Hyperlapse-Einstellungen ganz unten „Original“ auf JPEG stellen und den Kreis noch einmal fliegen, das dauert nur ein paar Minuten. Aus den Einzelfotos rechnen wir dann dein Modell.
Direkt am Haus stehen hohe Bäume.
Flieg höher, über den höchsten Baum. Steig dazu am Hindernis auf, dreh die Drohne einmal um die eigene Achse und lies ab, ab welcher Höhe alles frei ist. Das Modell wird etwas weniger detailliert, die Maße leiden kaum. Was hinter Ästen verdeckt bleibt, fehlt allerdings im Modell.
Das Gebäude ist größer als ein Einfamilienhaus.
Bis etwa 2.000 m² Grundfläche reicht ein Kreis. Darüber ist die Gebietsroute das richtige Muster, und genau wird sie nur mit RTK. Mehrere Kreise nebeneinander sind riskant, weil dazwischen Bilder fehlen.
Wie bekomme ich einen RTK Fix?
Prüf, ob die Fernsteuerung Internet hat, und stell die Drohne unter freien Himmel, weg von Bäumen und Wänden. Bei der NTRIP-Adresse nur den Hostnamen eintragen, ohne http und ohne IP-Adresse.
DJI Pilot 2 meldet, die Rückkehrhöhe sei niedriger als der höchste Punkt der Route.
Setz die Rückkehrhöhe über den höchsten Punkt der Route. Nahe einem Flughafen gilt trotzdem die Grenze von 50 m, dann muss die Route niedriger werden.
Wie kommen die Fotos von der Drohne auf den Rechner?
Per USB-C-Kabel, und dann die Drohne einschalten: erst dann erkennt der Rechner sie. Oder du steckst die Speicherkarte direkt in den Rechner.
Wie lange bleibt mein Modell online?
Ein Jahr. Danach wird es archiviert, und auf Anfrage per E-Mail schalten wir es kostenlos wieder frei.

Bereit für dein erstes Modell?

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