Links 60° Kamerawinkel, die Fassade kommt ins Modell. Rechts 90°, senkrecht nach unten: nur das Dach.
Auf einen Blick
Flughöhe
30–60 m
Kamerawinkel
90°, senkrecht nach unten
Aufnahme
Einzelfotos, kein Video
Modus
Kartierung (DJI Pilot 2)
Fotos je Flug
wenig
Gebiet
so groß einzeichnen, wie es ins Modell soll, mit etwas Luft: die Satellitenkarte ist nicht zentimetergenau
Häufige Fragen
Wofür eignet sich die Gebietsroute ohne Schrägbilder?
Für alles, was man von oben sieht: Baustellen, Lagerplätze, das Volumen von Haufwerken, Dachflächen und das Orthofoto, also die entzerrte, maßstabsgetreue Draufsicht. Weil die Kamera senkrecht nach unten schaut, ist es das schnellste der vier Flugmuster pro Fläche.
Warum fehlen bei einer Nadir-Befliegung die Fassaden?
Eine senkrecht nach unten gerichtete Kamera sieht keine Wände. Fassaden erscheinen auf den Fotos nur als schmaler Rand und werden im Modell verzerrt oder gar nicht abgebildet. Sollen Gebäude mit ihren Seiten ins Modell, nimm die Gebietsroute mit Schrägbildern.
Wie hoch fliege ich die Gebietsroute ohne Schrägbilder?
30 bis 60 Meter über Grund. Für ein einzelnes Grundstück sind rund 35 Meter eine gute Faustregel: hoch genug, um über die meisten Bäume hinwegzufliegen, und nah genug für viele Details. Tiefer wird das Modell genauer, aber es entstehen mehr Fotos und der Flug dauert länger. Zu tief über einem hohen Dach wird es riskant, weil sich die Fotos dort zu wenig überlappen. Große Flächen fliegst du mit 50 bis 60 Metern oder höher.
Kann ich aus der Befliegung ein Orthofoto erstellen?
Ja, das ist einer der Hauptzwecke dieses Musters. Die Airclip Cloud liefert das Orthofoto als GeoTIFF, das du in QGIS, PV*SOL oder ein anderes GIS-System übernimmst.
Brauche ich RTK, um Volumen zu vergleichen?
Ja, sobald du zwei Befliegungen vergleichst, etwa den Stand einer Deponie im Abstand eines Quartals. Beide Datensätze müssen exakt übereinanderliegen. Liegt einer nur 10 Zentimeter zu hoch, entstehen viele Kubikmeter Auf- oder Abtrag, die es nie gab.