Vor Airclip mussten wir Ziegel zählen und stundenlang über Industriedächer laufen
solmotion project baut Photovoltaik vom Einfamilienhaus bis zur Gewerbehalle. Das Dachaufmaß entstand hier früher aus gezählten Ziegeln. Heute bringt der Vertrieb es vom ersten Termin mit.
Quelle: solmotion project GmbH, solmotion.de
„Unser Planungsprozess ist jetzt viel zuverlässiger. Man lädt die Bilder einmal hoch und kann dann eine saubere Planung machen.“
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Ein Betrieb, der über den Vertrieb lebt
solmotion project plant und baut Photovoltaikanlagen, auf dem Einfamilienhaus wie auf der Gewerbehalle, dazu vereinzelt Freiflächen. Über 100 Mitarbeitende, und mehr Anfragen, als sich einzeln in die Tiefe bearbeiten lassen.
„Wir sind ein vertriebslastiges Unternehmen. Wir haben extrem viele Anfragen, die jede in der Tiefe zu bearbeiten, das wäre nicht wirtschaftlich, nicht praktikabel.“
Manuel Madlener arbeitet in der technischen Planung. Er hat früher selbst viele Angebote und Planungen für Wohngebäude gemacht, vor allem in PV*SOL, und die ersten Drohnenprojekte im Haus begleitet. Genutzt wird die Cloud heute von den Projektleitern und vom Vertrieb.
Wie ein Dachaufmaß früher entstand
Für ein Wohngebäude begann das Aufmaß mit einem Foto. Darauf wurde der Ziegeltyp bestimmt, das Rastermaß dazu recherchiert, dann wurden die Ziegel gezählt. Gauben, Schornsteine und alles andere auf dem Dach wurden über dieselbe Ziegelbreite vermessen und anschließend von Hand in PV*SOL nachgebaut.
„Ziegel gezählt, alle Objekte darauf vermessen und das dann händisch ins PV*SOL übertragen. Ja, das war mies.“
Die schnellere Variante war, direkt auf der Karte zu zeichnen. Bei Satteldächern ist die Ansicht dort so verzogen, dass man auf kleinen Dächern schnell 30 Prozent daneben liegt. Deshalb wurde gezählt, auch schon im Angebot.
Im Gewerbe lief es andersherum: Für das Angebot wurde aus der Satellitenkarte herausgeplant, und die Projektleitung lief später mit dem Zollstock über das Dach. Was dabei übersehen wurde, fiel erst auf, als niemand mehr vor Ort war. Komplizierte Dächer, auf denen jede Kuppel und jeder Schornstein sitzen musste, gingen als CAD-Aufmaß an einen externen Dienstleister.
Der Vertrieb bringt das Dach mit
Angefangen hat solmotion im Wohngebäudegeschäft, zuerst im Angebotsprozess: Es war gut zu sehen, wie der Kunde reagiert, wenn im Angebot schon das aufgenommene Dach liegt. Heute wird aufgenommen, sobald der Auftrag steht, weil der Prozess davor schlanker sein soll.
Die Vertriebler draußen sind dafür mit Drohnen ausgestattet und nehmen das Dach beim Ortstermin gleich mit auf. Ein Akku reicht für ein Dach, nach rund 20 Minuten ist das Objekt erfasst.
„Unser Planungsprozess ist jetzt viel zuverlässiger. Man lädt die Bilder einmal hoch und kann dann eine saubere Planung machen.“
Weiter arbeitet die Projektleitung. Sie übernimmt Orthofoto und 3D-Modell in die Planung, die CAD-Zeichnungen entstehen inzwischen im eigenen Haus.
Im Gewerbe fliegt der Projektleiter selbst
Auf Gewerbedächern liegt die Drohne beim Projektleiter, eine mit RTK-Funktion. Beflogen wird jedes Objekt, dessen Dach bemessen werden muss, also überall dort, wo keine Planung vom Architekten vorliegt.
„Sogar Neubauten werden häufig beflogen. Da sieht man auch mal Sachen, die in keinem Plan stehen.“
Aus den Daten entstehen zwei Dinge parallel. Im CAD liegt das Orthofoto unter der Dachbelegung. Das 3D-Modell trägt die Trassenplanung: wo die Leitung vom Dach herunterkommt, wie sie weiterläuft, wo der Wechselrichter sitzt.
Was Airclip beiträgt
Aus den Fotos eines Drohnenflugs entstehen ein maßhaltiges Orthofoto und ein 3D-Modell, die ohne Zwischenschritt in PV*SOL und ins CAD weiterlaufen.