Ein Aufmaß ohne Drohne war ein wirklicher Zeitfresser
Dachdeckermeister Linde deckt im Raum Braunschweig überwiegend Steildächer. Das Aufmaß entstand hier früher von Hand und über gezählte Ziegel. Heute liegt das 3D-Modell auf dem zweiten Bildschirm, während nebenan das Angebot entsteht.
Quelle: Linde Dachdeckermeister, linde-dach.de
„Ich arbeite parallel am 2. Bildschirm und kann somit alle Maße direkt ins Angebot übertragen.“
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Ein Familienbetrieb mit 30 Leuten
Dachdeckermeister Linde arbeitet mit 30 Mitarbeitenden im Raum Braunschweig. Was der Betrieb deckt, sind überwiegend Steildächer, dazu kommen Flachdächer, also das ganz normale Programm eines Dachdeckerbetriebs: Wohnhäuser, Sanierungen, alles, was zwischen First und Traufe liegt.
Maximilian Linde verantwortet den Teil davon, der nicht auf dem Dach stattfindet, und das ist mehr, als der Begriff Büroarbeit hergibt. Bei ihm liegt die Kundenbetreuung, also Beratung, Gespräche und Absprachen, dazu die Bauleitung, die Angebotskalkulation, die Abschlussrechnungen und die Objektabwicklung. Und dazu das Aufmaß, mit dem jedes Angebot anfängt und an dem am Ende auch die Abrechnung hängt.
Genau das macht die Aufmaßfrage in einem Betrieb dieser Größe zu mehr als einer Fleißaufgabe. Wer kalkuliert, braucht das Maß früh, und er braucht es richtig: Was im Angebot zu klein angesetzt ist, zahlt der Betrieb später beim Material, und was zu groß angesetzt ist, kostet den Auftrag.
Aufmaß von Hand, und die Ziegel gezählt
Vor der Drohne gab es dafür zwei Wege, und beide waren umständlich. Aufgemessen wurde von Hand, oder die Ziegel wurden auf dem Foto gezählt, weil ihre Breite bekannt ist und sich daraus die Fläche hochrechnen lässt.
„Im Gegensatz zu heute war ein Aufmaß ohne den heutigen Einsatz der Drohne ein wirklicher Zeitfresser.“
Der Zeitaufwand war dabei nur die eine Hälfte. Die andere war die Genauigkeit. Ein Maß, das aus gezählten Ziegeln entsteht, ist eine Näherung, und wie gut sie ist, hängt am Foto, am Blickwinkel und daran, wie geduldig jemand zählt. Gauben, Kehlen und Aufbauten machen es nicht besser. Was dabei danebenliegt, fällt im Angebot niemandem auf, sondern erst auf der Baustelle.
Fünf bis zehn Minuten in der Luft
Heute fliegt eine DJI Mini 3 Pro über das Objekt, je nach Größe fünf bis zehn Minuten. Das ist kein eigener Termin mehr, sondern etwas, das nebenbei passiert, wenn ohnehin jemand vor Ort ist.
Die Fotos gehen anschließend in die Airclip Cloud, und das fertige Modell öffnet im Viewer im Browser, ohne dass etwas installiert werden muss. Wer mag, lässt die Aufnahmen kostenlos von einem Support Engineer gegenprüfen, was aber Bearbeitungszeit kostet. Linde nutzt beide Wege, je nachdem, wie es gerade passt: Wenn das Angebot warten kann, läuft die Prüfung mit; wenn nicht, nimmt er das Modell sofort.
Das Modell liegt neben dem Angebot
Gemessen wird heute nicht mehr auf Papier, sondern im Modell selbst, und zwar während das Angebot entsteht.
„Ich arbeite parallel am 2. Bildschirm und kann somit alle Maße direkt ins Angebot übertragen.“
Der Umweg über einen Zettel, der später abgetippt wird, entfällt damit komplett, und mit ihm die Fehler, die auf so einem Weg entstehen. Das ist der Punkt, an dem die Zeitersparnis für ihn deutlich wird.
Das Modell kann aber noch etwas, was ein Aufmaß nie konnte: Es zeigt das Dach so, wie es an diesem Tag aussieht, aus jedem Winkel und in einer Auflösung, in der man auch hinsehen kann. Kleinere und größere Mängel fallen dadurch schon am Bildschirm auf, und zwar bevor jemand ein zweites Mal hinausfährt. Für die Beratung heißt das: Linde kann dem Kunden sagen, in welchem Zustand sein Dach tatsächlich ist, und das an einem Bild zeigen, das der Kunde versteht.
Was er einem Kollegen sagen würde
„Airclip liefert eine super Qualität, gute Auflösung, wenig Lücken, der Upload läuft sehr einfach und man hat einen schnellen Zugriff auf die gewünschten Modelle. Sowohl der Service als auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen.“
Was er darüber hinaus schätzt, ist, dass die Software nicht stehen bleibt. Es kommen stetig Neuerungen dazu, und was heute geht, ist nicht der Stand, mit dem er angefangen hat.